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Verfasst von Berta Schreckeneder | Kategorien: Beziehungen in Organisationen, Beziehungen zu anderen, Beziehungen zu sich selbst

Vielleicht geht es Ihnen wie mir und Sie haben wenig Zeit einem 1,5 Std. langen Vortrag zu lauschen – außer im Rahmen einer gebuchten Weiterbildungsveranstaltung. Und doch möchte ich Ihnen heute einen Vortrag vorschlagen, den Sie im Netz abrufen können. Das Eintauchen in die Ausführung von Kambiz Pootschi – Architekt, Unternehmensberater, systemischer Coach und Lebensberater – zum Thema Führung war und ist wirklich ein Vergnügen und eine Bereicherung.

Es ist selten, dass ich in Vorträgen das Gefühl habe, dass

  • mir jemand aus dem Herzen spricht,
  • es mir so gut gelingt, mein Denken damit zu verknüpfen und
  • neue, eigene Überlegungen geradezu angestoßen werden.

Er stellt die Entwicklung und die unterschiedliche Arten des Denkens vor, er unterscheidet Führung und Management, Arbeitsgruppen und Teams und zeigt letztendlich damit auch die zentralen Aufgaben einer Personalentwicklung auf.

In meiner Arbeit in RaumTraum geht es mir zentral darum, die Kraft unseres Denkens zu erkennen und bewusster mit dem umzugehen, was wir denken. Denn das ist es, was wir erschaffen. Der Vortrag stellt eine Möglichkeit dar, über das eigene Denken nachzudenken.

Interessant ist in jedem Unternehmen die Fragestellung: Wie viel Management, wie viel Führung gibt es im Unternehmen – gibt es da einen Ausgleich? Und was passiert, wenn Führung fehlt?
Und für jeden persönlich: Inwieweit manage ich mein Leben und inwieweit führe ich es?

Arbeitsgruppen oder Teams: In der Projektarbeit in den Unternehmen findet sich mehr das Denken in Arbeitsgruppen als in Teams. Doch die praktische Projektarbeit mit dem systemischen Denken 2.Ordnung (= dem holistischen Denken nach Pootschi) zu gestalten, ist unfruchtbar – aus meiner Sicht insbesondere dann, wenn es um offene und halboffene Projekte geht.

Personalentwicklung in Unternehmen: Die Ansichten des Vortragenden zur Begleitung von Mitarbeitern, zum Thema der intrinsischen Motivation sind tiefgreifend. Beispiel: Wer Bonussysteme in der Projektarbeit fordert, fördert eine geschlossene Systemsicht, d.h. beispielsweise Konkurrenz, Konflikte, Querelen, die Umwelt als Feindbild.
Und: Führung muss führen! Tut sie das im Unternehmen? Wer bereitet auf diese Aufgaben im Unterschied zu Management-Aufgaben vor?

Abschließend eines seiner Zitate aus dem Vortrag: „Geschäftstätigkeit, die nichts zum menschlichen Wachstum und Wohlergehen beiträgt, ist es nicht wert, getan zu werden, unabhängig davon, wieviel Gewinn sie auf kurze Sicht abwirft.“ Mihaly Csikszentmihalyi

Hören Sie selbst unter: http://pm-blog.com/page/3/ bzw. http://www.youtube.com/watch?v=aptSS0ocRJE

Danke an Dr. Stefan Hagen, dass er diesen Vortrag organisiert und aufgezeichnet hat.

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