RELATIONSHIP BLOG

Verfasst von Berta Schreckeneder | Kategorien: Beziehungen in Organisationen, Beziehungen zu anderen, Beziehungen zu sich selbst

Gute, wie auch schwierige (Arbeits-)Beziehungen haben oft eine Gemeinsamkeit – der Einzelne, das Team ist unbewusst darüber, was zur guten oder schwierigen Beziehung führte. Man hat halt einfach Glück in Beziehungen, wenn man einen Kollegen oder einen Chef hat, der nett ist und man hat Pech, wenn es eben nicht so ist.

Um es sich selbst einfach zu machen: Ich selbst bin respektvoll, nett, tolerant … wenn die (Arbeits-)Beziehungen unangenehm sind, sind die anderen dafür verantwortlich, sind die anderen schuld.

Oder könnte in schwierigen Beziehungserfahrungen mit anderen, ein Auftrag darin stecken, etwas für gute und gesunde Beziehung zu tun?

Das Eigene, den eigenen Beitrag in Beziehungen zu erkennen und zu gestalten, ist die Basis für bewusst gute Beziehungen.

Beziehungsarbeit ist ähnlich der Hausarbeit, sie fällt nur auf, wenn sie nicht gemacht wird, wenn Konflikte und Schwierigkeiten die Beziehungen bestimmen. Denn sowohl beruflich wie privat gilt: Beziehungen – eine Zusammenarbeit erfolgreich und nutzenstiftend zu gestalten, ist Arbeit.  Beziehungsarbeit ist eine freudige und erfüllende Arbeit. Es ist eine Arbeit, die Gesundheit und Zufriedenheit stiftet. Viele leben derzeit noch lieber in schwierigen Beziehungen, lieblosen Beziehungen. Aber die Zeiten ändern sich gerade. Der Wert gesunder Beziehungen steigt.

„Man sollte Beziehungen etwas bieten, damit man Lust darauf hat, darin zu leben.“ Coromayh

In Beziehungskrisen und Konflikten zwingt sozusagen der äußere Umstand zur Beziehungsarbeit. In Zeiten des Wohlwollens in Beziehungen vergessen viele, worauf dieser Frieden ruht – nämlich auf vertrauenserprobten Beziehungen. Und diese ruhen auf Beziehungsarbeit. Je bewusster diese erfolgt, desto wertvoller und gesünder sind Beziehungen.

Wir sind die meiste Zeit in unseren alltäglichen Beziehungen weder im Krieg noch im Frieden, sondern immer irgendwo dazwischen. Und genau da könnte eine tägliche Beziehungsarbeit – die erfüllend ist und Freude macht – beginnen.

Kein Mensch auf der Welt gestaltet meine (Arbeits-)Beziehungen – nur ich selbst.

 

 

Bild: Meike Schnelting

 

 

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