RELATIONSHIP BLOG

Verfasst von Berta Schreckeneder | Kategorien: Beziehungen in Organisationen, Beziehungen zu anderen, Beziehungen zu sich selbst

Kennen Sie das auch: „Wir müssen sachlich darüber reden!“ An vielen Stellen wird zu mehr Sachlichkeit aufgerufen. Wie unwirksam diese Aufforderung meist ist, wissen viele.

Was zeigt sich eigentlich in diesem Aufruf?  Die Ohnmacht, die Angst vor der Machtlosigkeit in einer Situation? Manche Führungskräfte verneinen das wahrscheinlich.

Viele Menschen wissen, wie schwierig eine rein fachliche Begegnung auf der Arbeitsebene ist, gerade wenn Menschen sich nicht wohl fühlen oder wenn Angst herrscht. Das gilt auch in jedem Ehekrach, in dem ein Partner immer wieder einbringt, man möge doch sachlich reden. Es geht nicht! Unsere Gefühle sind untrennbar mit unserem Denken verbunden, ja sie sind sogar vor dem Denken wirksam! Kein Pilot wird mit seinem Co-Piloten über die technischen Möglichkeiten sachlich sprechen, wenn sein Flugzeug in schwerwiegenden Turbulenzen ist. Im besten Fall sprechen beide wenig und konzentrieren sich auf ihren Auftrag. Sie handeln gefühlsgeladen, sowie das jeder tut, wenn es eng wird.

Gefühle schaffen Fakten!

Die Turbulenzen fern in den Wolken gehen vorbei, nicht so schnell jene in einer Partnerschaft, in einem Team, einer Organisation.

Emoticons on note paper attched to rope with clothes pins

In Beziehung sein ist im menschlichen Leben immer mit Gefühlen verbunden. Sich in Beziehung zu denken – ohne ein Gefühl – ist nicht möglich. Selbst wenn diese unbewusst sind, sind sie doch da. Rein fachlich und mit interessanten Arbeitsinhalten eine Beziehung steuern zu wollen, ist unmöglich.

Lebendigkeit, Mensch sein hat immer mit Gefühlen zu tun – Lebendig sein ist selbst ein Gefühl. Wieviel davon, wieviel Gefühl darf in der Wirtschaft, in Familien, in sich selbst überhaupt sein? Können Sie Ihre angenehmen UND schwierigen Gefühle fühlen und zulassen?

 

 

zurück