RELATIONSHIP BLOG

Verfasst von Berta Schreckeneder | Kategorien: Beziehungen zu anderen, Beziehungen zu sich selbst

Wenn ja, nach was? Das täglich Glas Wein, der Joint, das Shoppen am Wochenende, das opulente Essen …  Es gibt eine psychologische Definition von Sucht, wer suchtkrank ist und wer nicht – siehe ICD 10, die Klassifikation von Störungen. Drogen, Medikamente, Nahrungsmittel, Internet, Spiele ….

 

Wenn ich nun im Folgenden den Begriff Sucht weit über die bisherigen Grenzen ausdehne, ist damit nicht eine Geringschätzung des Leides von den Süchtigen, die psychologisch als Süchtige gelten, zu verstehen.

Ich frage mich einfach, ob nicht jeder auf die ein oder andere Art süchtig ist. Selbst der, der nie jemals Alkohol, Drogen oder Medikamente zu sich nimmt.

  • Das immer gleiche Denken und Handeln/Verhalten, das unglücklich macht und immer wieder durchlebt wird,
  • die Unzufriedenheit, die Überforderungen der eigenen Psyche in Beziehungen zu anderen, zu sich selbst,
  • die fortlaufende körperliche Überbeanspruchung im Sport oder im Job ….

Kennen Sie das? Wer ist es, der wiederholt Schmerz und Leid in das Leben bringt? Was ist das, was Unzufriedenheit und Unglück in das Leben bringt? Wer ist es, der Freude und Glück immer nur als kurzfristige Erscheinungen im Leben wirken lässt.

Es gibt sicherlich eine weit verbreitete Sucht nach Wiederholung alter Muster von bspw. Überforderung/-beanspruchung, gutes Leben – schlechtes Leben. Sucht wird recht individuell erfahren und die Frage ist, ob man sich überhaupt vergegenwärtigen will, dass man da möglicherweise nach etwas süchtig ist.

Manche erleben es als wiederholendes, nicht ruhend wollendes Denken. Vielleicht sogar wie eine innere Raserei, die antreibt immer wieder gleiches zu tun/zu denken. Eine innere Unruhe, die einem nachts nicht schlafen lässt. Andere tappen von einem gemachten Nest in das andere – ohne dabei glücklich zu sein. Sie schauen nicht auf, was Sie in Ihrem Leben verändern können, um glücklich zu leben. Wieder andere brauchen immer wieder den ultimativen Kick, z.B. durch Sport oder mit Extremarbeitszeiten, ohne dem sie scheinbar nicht leben zu können – ein Opfer ihrer selbst?

Süchtige Menschen wiederholen Denken oder Handeln, verhalten sich wie programmiert, um ein bestimmtes Gefühl immer wieder zu fühlen oder eben nicht zu fühlen. Wo ist auf lange Sicht der Unterschied zu einem Substanz-Abhängigen, außer vielleicht die Lebensdauer. Ein längeres Leben ist wunderschön, wenn man es genießen kann. Ein Überlebensprogramm trägt dazu wenig bei.

Was passiert da in einem Menschen im Inneren?
Lassen Sie es mich sehr einfach sagen: Irgendwas trennt den Menschen von sich selbst. Dieser eine Teil ergreift dann jede Gelegenheit, um wiederholt in das bekannte und vertraute Fühlen zu kommen. Das bedeutet nämlich eine unglaubliche Sicherheit für diesen Teil. Nennen wir es die Persönlichkeit, die ich geworden bin, die von Kindesbeinen an konditioniert ist, um zu funktionieren, zu überleben. All das ist unbewusst und bedarf der Bewusstwerdung, um es zu verändern. Um das zu leben, was man leben möchte, um die Kraft zu entfalten, die man ist. Unsere Macht und Kraft ist nicht das Märchen, vielmehr unsere unbewussten Programmierungen lassen ein erfülltes Leben wie ein Märchen erscheinen. Zeit diese aufzulösen?

Sie können mich gerne vertraulich kontaktieren. Schreiben Sie mir jetzt, wann Sie Ihr kostenfreies Beratungsgespräch via Zoom oder Skype nutzen möchten: raum@viewconsult.de oder rufen Sie mich an: 0173/6682717

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