RELATIONSHIP BLOG

Verfasst von Berta Schreckeneder | Kategorien: Beziehungen in Organisationen, Beziehungen zu anderen, Beziehungen zu sich selbst

Sie waren bestimmt schon auf so manchen Trainings für Führungskräfte? Sie haben gut aufgepasst, was Ihnen gezeigt wurde, in Rollenspielen fleißig geübt und dann … nach 3 Wochen war alles wieder fort. Führungskräfte, Eltern, Freunde, die alle versuchen alles so gut als möglich zu machen, sogar bereit sind lebenslang zu lernen und doch immer wieder ins Alte fallen.

WIESO?  So wie Kinder heute in der Schule nicht vom Leben lernen, so lernen Führungskräfte nur für Ihre Rolle.

Führungskräfte arbeiten, über sich selbst großteils unbewusst, mit anderen.

Eltern geben unreflektiert ihr Leid, ihre Sorgen, ihren Schmerz an die Kinder weiter. Das geht von Generation zu Generation.

Es ist eine Fortführung des Altbekannten. Menschen tun, was sie von Kindesbeinen an gelernt haben. Wiederholung wiederholen. Die Vergangenheit führt sie darin und die Zukunft lockt mit der berühmten Karotte vor der Nase.

Ich denke, das ist allseits bekannt. Die Fragen sind vielmehr: Wie kann es gelingen, dass Menschen ihre Kapazitäten/Ressourcen in der Führung und Problemlösung vollends ausschöpfen können? Wie können sich Menschen aus dem schälen, was immer und immer unbewusst weitergegeben wurde? Wie kann es gelingen, dass Menschen in der Gegenwart sind?

Ich kann meine Rezepte dazu, die ich seit 1990 selbst nutze, empfehlen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie stark diese Rezepte wirken und welche Veränderungskapazität uns allen innewohnt. Ohne Ausnahme.

Seit gut 20 Jahren nutze ich diese Rezepte auch in der Einzelarbeit und als wesentliches Werkzeug in Trainings (Führung, Projektmanagement, Kommunikation). Und ich habe viele tausend Menschen erfolgreich trainiert.

Das sind die Kernrezepte zum Einstieg zu sich selbst. Damit gelingt (Selbst-)Führung.

  • Stille
  • Kontaktbrücke
  • Beobachten, ohne zu bewerten

I have a dream … (Martin Luther King)

Ich stelle mir immer gerne vor, wie das Zusammenleben, die Zusammenarbeit in den Firmen aussehen würde,

  • wenn alle Menschen von Kindesbeinen an, jeden Tag 5 – 15 min. stillsitzen,
  • wenn sie durch die Kontaktbrücke ihren Körper ganz bewusst, mehrmals am Tag, wahrnehmen.
  • Und wenn sie die Welt um sich herum, bewusst wahrnehmen, bewusst beobachten, ohne zu bewerten.

Das sind auch Wiederholungen, die jedoch eines zum Ziel haben: Jeden einzelnen mit dem zu verbinden, was er/sie tatsächlich ist. Leben! Integrieren, was getrennt wurde. Leben ist weitaus mehr als die Rollen, die wir spielen.

Es geht für alle darum, den Kontakt zu sich selbst intensivieren und die eigenen Ressourcen freizulegen, nutzbar zu machen. Die Erde braucht Menschen, die sich ihrer selbst bewusst werden. Zudem ist es eine große Freude, sich lebendig zu fühlen. Im Hier und Jetzt.

 

 

 

Bild: Karoline Pilawa

 

 

 

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